Montag, 4. März 2024

"Lichtspiel" - Eine dieser seltenen Hörbuchperlen

Wenn ein Autor sein wunderbares Buch einem genialen Sprecher anvertraut, dann entstehen Hörbuch-Perlen wie diese.
Ich sage nur Daniel Kehlmann als Autor, Lichtspiel ist der Buchtitel und Ulrich Noethen der Sprecher. Eine großartige und für mich perfekte Kombination.

                    Ich glaube Ihr erkennt schon, ich bin schwer begeistert.

Alles begann damit, dass ich mal wieder Lust auf die Stimme von Ulrich Noethen hatte. Bei meiner Suche sprang mit Ende letzten Jahres das Hörbuch „Lichtspiel“ ins Auge. Ich kannte Daniel Kehlmann nur von den Buchtiteln der Bücher, die er schon geschrieben hat. Gelesen oder gehört hatte ich davon aber noch keins.

Ich las mir die Inhaltsangabe durch, hörte in die Hörprobe rein und wusste sofort, dass mich das Buch interessiert.

Ich muss mich hier wiederholen…was für ein grandioses Buch!

Wenn ich höre, wie man unter starken psychologischem Druck in Situationen zu Entscheidungen gezwungen werden kann, die einem total zuwider sind, möchte ich das nicht einmal hören, geschweige denn selbst erleben müssen.
Wie würden wir handeln? Welchem Druck würden wir nachgeben, wenn es um alles – um Leben oder Tod geht?

Ich war erleichtert, dass der Autor keine Schilderung körperlicher Gewalt eingesetzt hat. Aber alles was er in Hinblick auf Machtausübung auf Menschen beschreibt das reicht, um mir schreckliche Situationen vorstellen zu können.

Ich kann Euch das HörBuch wärmstens empfehlen! Das Buch ist absolut spannend, von der ersten bis zur letzten Zeile.
Schaut Euch die Inhaltsangabe an, hört in die Hörprobe rein und entscheidet, ob Euch das Thema interessiert.

Die Stadt der träumenden Bücher - wie aufregend :-)




Hallo zusammen,

es muss so um 2010 herum gewesen sein, da hörte ich das Hörbuch "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers, gelesen von Dirk Bach. Ich fand das Buch damals ganz ok. Dirk Bach trug mich gut durch die Geschichte. Das war's auch schon.

Jetzt kaufte ich mir die beiden Graphic Novels zum Buch. Ich hatte große Lust, mir das Hörbuch und die Graphic Novels parallel anzuhören und anzusehen. Auf diese Adaption war ich sehr gespannt.  Gesagt, getan.

Ich habe 14 Tage voller Vergnügen und Aufregung hinter mir. Meine Vermutung ist, dass mir damals die Fantasie fehlte, mir die Geschehnisse im Buch auszumalen.

Mir hat die künstlerische Umsetzung in den Graphic Novels sehr gut gefallen. Es war mir ein Genuss, Hildegunst von Mythenmetz bei den lebensgefährlichen Abenteuern zu begleiten. Wie gut, dass der Leser zu Beginn schon dahingehend beruhigt wird, dass man es überleben wird. 😊
Man sollte darauf vorbereitet sein, dass sich Hildegunst im 1. Buch noch mit einem Schmunzeln und gelegentlich auch herzhaftem Lachen begleiten lässt. Das ändert sich im 2. Buch schlagartig! Die Kampfszenen nehmen an Häufigkeit und Gewalt drastisch zu.
Ich kann für mich sagen, dass es mir ein großes Vergnügen bereitete, diese Graphic Novel anzuschauen und dabei Dirk Bach zuzuhören. Für mich ist das die perfekte Kombination. Es war eine aufregende Zeit. 👍

Samstag, 20. Oktober 2018

Dieses, vom DAV-Verlag zur Verfügung gestellte, Hörbuch gewann ich im Juni bei meinem sehr geschätzten Literatur-Blogger Arndt Stroscher in seinem Blog AstroLibrium. Auch an dieser Stelle, meinen herzlichen Dank dafür.

Kleine Feuer überall
von Celeste Ng
gelesen von 
Britta Steffenhagen




Ich hatte schon einige Rezensionen, auch die bei AstroLibrium,

https:astrolibrium//.wordpress.com/2018/04/20/kleine-feuer-ueberall-von-celeste-ng/

über dieses Buch gelesen und war an dem Hörbuch interessiert. Was genau mein Interesse weckte, ist mir nicht klar. Die Inhaltsangaben sind es jedenfalls nicht, sondern die persönlichen Eindrücke der Rezensenten, machen mich neugierig auf Bücher oder Hörbücher.

Mit meiner Einschätzung des Hörbuches beginne ich bei den wenigen negativen Punkten, die nicht sachlich begründet sind, sondern mein persönliches Empfinden wiedergeben.

Mir ist klar, dass dieses Buch eine weibliche Stimme als Sprecherin  benötigt. Man entschied sich für Britta Steffenhagen, die das Buch auch gut und passend eingelesen hat. Die Stimme der Sprecherin erscheint mir aber zu jung und die Stimmlage ist für meine Ohren nicht angenehm. Aber wie gesagt, dass ist  mein subjektives Empfinden und hat nichts mit der Qualität der Arbeit von Britta Steffenhagen zu tun. Ob einem eine Stimme angenehm oder unangenehm erscheint, das hängt vom persönlichen Geschmack ab und ist absolut subjektiv.

Mich stört es auch, wenn wie in diesem Buch, gleich mehrere der Protagonistinnen mit ihren Rufnamen auf dem Buchstaben i/y enden. Für mich sind das Verniedlichungen, die ich auch in meinem persönlichen Umfeld nicht mag. 
Dann komme ich zu meiner persönlichen Haltung zum Lebensstil in den USA. Da kann ich eine gewisse Voreingenommenheit leider nicht leugnen. 

So ging ich an dieses Hörbuch also mit Interesse, aber auch mit einem gewissen Maß an Skepsis, heran.

Nun komme ich sehr gerne zu allen positiven Gedanken, die mir zu diesem Buch kamen, ohne dass ich Euch wirklich etwas vom Inhalt des Buches erzähle.

Es treffen Personen aufeinander und treten in Abhängigkeit von/zu-einander, deren Lebensentwürfe unterschiedlicher nicht sein könnten. 
Die Familie Richardson lebt in geordneten Verhältnissen. Ihr Leben verläuft nach festen Regeln und so ist das auch gewünscht.
Auf diese Lebensform treffen Mia und ihre Tochter Pearl, mit ihren aus den Umständen entstandenen chaotischen Verhältnissen, die viel Spontaneität leben.
Nach einiger Zeit fühlen sich Personen aus der einen Gruppe zur anderen wechselseitig hingezogen. Da steckt natürlich Potenzial der Reibung drin,  das sich steigert. 
Welcher Lebensstil engt so ein, dass einige Personen glauben keine Luft mehr zu bekommen und welche Personen leben die Freiheit, nachdem sich die Gruppen wieder getrennt haben?

Dieses HörBuch veranlasst den Leser und Hörer dazu, nachzudenken.  Was ist richtig, was ist falsch. Welcher Protagonistin schenke ich meine Sympathien und welcher Person nicht.  Es ist auch gut möglich, dass es während des lesens oder hörens diesbezüglich zu Verschiebungen kommt.
Kleine Feuer überall ist ein Buch, das in Sachen Spannung ganz langsam Fahrt aufnimmt und die auch bis zum Schluss hält und sogar steigert
Ende ist nicht vorhersehbar!

Mein Rat an Interessierte: 
Frauen, mit unerfülltem Kinderwunsch, würde ich dieses Buch nicht unbedingt empfehlen.