Dienstag, 31. März 2015

Joseph Roth, Stefan Zweig und Volker Weidermann

Urlaub an der Nordsee 
bei Dauerregen und Sturm! 

Wie gut, dass ich immer einen größeren Vorrat an Büchern und Hörbüchern bei mir habe.

Der Ausgangspunkt für mein Hör- und Lesevergnügen war die ungekürzte Lesung des Buches "Ostende: 1936, Sommer der Freundschaft" von Volker Weidermann, gelesen von Ulrich Noethen.

Wie gut, dass ich gleichzeitig das Buch "Hotel Savoy" von Joseph Roth las, denn ich erfuhr im Hörbuch vieles von diesem Autor.
Da Joseph Roth mit Stefan Zweig befreundet war, las ich auch noch die "Schachnovelle" von Stefan Zweig.

Manchmal trifft es sich perfekt.  :-)

Einmal eingetaucht in die Zeit und den Sommer 1936 in Ostende, lassen sich auch Urlaubstage bei Dauerregen und Sturm gut ertragen. Diese Bücher werde ich noch lange, wenn nicht für immer, mit diesem Urlaub positiv verbinden.

 






Sonntag, 1. März 2015

"Die Seiten der Welt"


Hilfe! Meine Nerven! War das aufregend! :-)))

von Kai Meyer
ungekürzt gelesen von 
Simon Jäger 

Soeben beendete ich dieses spannende Hörbuch, das mich die letzten Tage, bei der Hausarbeit, begleitet hat. Nach langer Zeit trug ich mal wieder ein Hörbuch plus Kopfhörern mit mir herum. 14 Stunden und 20 Minuten spannender Unterhaltung wollten gehört werden und zwar sehr gerne.

Dieses Buch passt wunderbar in den Themenbereich "Bücher über Bücher", der mich momentan interessiert.

Wenn Ihr den obigen Titel des Buches anklickt, könnt Ihr Infos zum Autor, zum Inhalt des Buches und eine Hörprobe bekommen. Diese Homepage ist so liebevoll gestaltet, dass ich sie Euch empfehlen kann.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich eigentlich keine Fantasy-Leserin bin. Es ist weniger dafür gedacht, Jugendliche zum Buch zu führen, sondern Bücherwürmern ein spannendes Lesevergnügen zu bieten. Man sollte Bücher schon mögen oder lieben. Dann trifft dieses Buch ins Herz des Lesers und Hörers. 

Simon Jäger liest das Buch sehr, sehr gut. Das Hörbuch ist wunderbar geeignet für lange Autofahrten in den Urlaub oder gerne auch für die Stunden am Bügelbrett mit Bügelwäsche, danach. ;-)
Die phantastischen Geschehnisse nehmen rasant an Fahrt auf und ich konnte mich immer nur schwer losreißen, um auf die Pausentaste zu drücken. 

Dieses Buch ist absolut prädestiniert, auch ein zweites Mal gelesen oder gehört zu werden. 



"Die Seiten der Welt" 
 ist 
absolut empfehlenswert 
für Jugendliche und Erwachsene 
mit Liebe zu Büchern.

:-) 


Donnerstag, 19. Februar 2015

"Der Alpdruck"

Nun komme ich gerne zu meinem letzten Hörbuch, einer Lesung vom wunderbaren Ulrich Noethen.

"Der Alpdruck" von Hans Fallada ( Rudolf Ditzen)

Das Buch entstand im Jahr 1946 und spielt auch genau in dieser Zeit. Es wird darauf hingewiesen, dass zwar nicht das Leben bestimmter, lebender Personen beschrieben wird, Anlehnungen daran aber durchaus, für dieses Buch, gewählt wurden.
Mir scheint, dass Rudolf Dietzen viele Situationen selbst erlebt hat, oder im nahen Umfeld gesehen haben muss.
Ein Ehepaar, beides Morphinisten, haben den Krieg überlebt. Sie versuchen nun, im von Russen besetzten Berlin, auch die Nachkriegszeit zu überstehen. 
Zum Mangel Grundnahrungsmitteln, Kleidung und Brennstoff, gesellt sich das Verlangen nach Zigaretten und der täglichen Spritze Morphium. Hoffen und bangen, sich erniedrigen und euphorisch sein, alles das durchleben die Beiden in dieser Zeit.
Der Hörer erfährt nichts von Kriegshandlungen, aber durchaus etwas von den Auswirkungen des Krieges.

Ich kenne von Hans Fallada "Der Trinker", "Jeder stirbt für sich allein" und "Ein Mann will nach oben". Im Vergleich zu diesen drei Büchern empfinde ich "Der Alpdruck" als am schwächsten, wobei ich diese Bezeichnung selbst für nicht ganz treffend halte. Mir fehlt, glaube ich, gerade der richtige Ausdruck für das, was ich empfinde.
Es kommt mir so vor, als hätte der Autor unter starkem Druck gestanden, als er das Buch schrieb. Als hätte er sich etwas von der Seele schreiben müssen und es gleichzeitig überlebenswichtig war, für seine Einkünfte.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Es ist ein Buch, bei dem ich das Ringen des Autors mit dem Inhalt und der Umsetzung zu spüren vermag. Aber, vielleicht ist genau das die Schwäche des Buches.

Mein Eindruck ist, dass ich mich in die damalige Situation des Autors einfühlen kann. Mag das nun richtig sein, oder falsch.

Um ein Gefühl für die Zeitgeschichte im Nachkriegsdeutschland zu bekommen, ist dieses Buch geeignet. Wenn man sich Hans Fallada zum ersten Mal nähern möchte, würde ich empfehlen, mit einem anderen Werk zu beginnen.

Es war aber gut für mich, auch dieses Hörbuch von Hans Fallada gehört zu haben!