Freitag, 27. Oktober 2017

"Hiob" von Joseph Roth, gelesen von Peter Matic


Mir war mal wieder so nach einem HörBuch von Joseph Roth, gelesen von Peter Matic. Diese Kombination ist für mich immer wieder die "sichere Bank". Ich kann mich dabei auf erstklassige Qualität verlassen, sowohl vom Text her, als auch von der Umsetzung durch den Sprecher. Um das Ende vorweg zu nehmen, meine Erwartungen daran wurden absolut erfüllt!

Mendel Singer ist ein jüdischer Lehrer im zaristischen Russland. Er ist sehr gläubig und verheiratet mit Deborah. Das Ehepaar hat eine Tochter und drei Söhne, wovon der jüngste Sohn schwerst behindert zu sein scheint. In schweren Zeiten werden die Kinder groß und gehen ihre eigenen Wege, bis auf den Jüngsten, den kranken Menuchim. 
Da ein Teil der Familie nach Amerika auswandern will, wird der kranke Sohn zum Problem, da er in Amerika mit Sicherheit nicht aufgenommen wird.

Wie sollen sich die Eltern entscheiden? Das ist eine Gewissensfrage! So viel kann ich hier sagen: Ein Teil der Familie wird in Amerika ankommen. Dort ist das Leben aber nicht so leicht, wie man sich das vorgestellt hatte. Ein Schlag folgt auf den anderen und Mendel verliert seinen Glauben. 
Was muss alles geschehen, um einen tiefgläubigen Menschen nicht nur zweifeln zu lassen, sondern, dass er sich von seinem Glauben innerlich verabschiedet?

Wird alles doch noch ein gutes Ende finden, oder wird das Buch traurig enden? 
Gibt es doch noch das Glück für Mendel und seine Kinder, oder nicht?
Um das zu erfahren solltet Ihr das Buch selbst lesen oder hören. Es lohnt sich!

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich hatte noch keinen Kontakt mit jüdischem Leben und höre in diesem HB viel über die Bräuche und die Gedankenwelt der damaligen Ostjuden. 
Mit Peter Matic, als Erzähler der Geschichte, ist der Text optimal bereichert worden.

Ich hatte wieder eine wertvolle Hörzeit, die mich bereicherte.

Kommentare:

  1. Na, Anna, das klingt ja dann wieder gut. Ich mag Hörbücher auch gerne.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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  2. Auweia, du bist ja Renate. Entschuldigung.

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  3. Macht nichts, Gisela, das kann passieren.
    L.G. :-)

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Vielen Dank für den Kommentar!
Ich werde ihn nach Überprüfung zeitnah freischalten.